Schriftsatz der Gegenseite vom 07.07.26
Lenz (Diskussion | Beiträge) (→Seite 3) |
Lenz (Diskussion | Beiträge) (→Seite 3) |
||
| Zeile 60: | Zeile 60: | ||
:''''' |
:''''' |
||
* … |
* … |
||
| + | |||
| + | * [http://cvo6wiki.de/Wiki/index.php/Az.:_S_20_SO_3/15_ER|Az.: S 20 SO 3/15 ER] |
||
| + | |||
| + | * [http://cvo6wiki.de/Wiki/index.php/Az.:_S_20_SO_2/15|Az.: S 20 SO 2/15] |
||
| + | :'''''Hier sind meine Aufzeichnungen mangelhaft. |
||
* [http://cvo6wiki.de/Wiki/index.php/Az.:_S_20_SO_126/14_ER|Az.: S 20 SO 126/14 ER] |
* [http://cvo6wiki.de/Wiki/index.php/Az.:_S_20_SO_126/14_ER|Az.: S 20 SO 126/14 ER] |
||
Version vom 30. September 2026, 20:40 Uhr
S.
RA M.
Landgericht Potsdam
In Sachen
Lenz, O. ./. W.
Az.: …
Potsdam, 07.07.2026
nehmen wir namens und in Vollmacht des Klägers und Berufungsbeklagten zum Gutachten vom 04.06.2026 so wie zum Schriftsatz des Beklagten und Berufungsklägers vom 22.06.2026 wie folgt Stellung:
1.
Der Sachverständige gelangt in nachvollziehbarer und wissenschaftlich fundiert zu dem Ergebnis, dass eine monokausal durch einen Umzug provozierte „Verschlimmerung“ mit dem behaupteten dramatischen Folgen nach aktueller Evidenz nicht unterstellt werden kann. Eine Verschlechterung sei jedenfalls nicht zwangsläufig anzunehmen. Der Sachverständige stellte hierzu Studienlage zu Stress und MS dar und subsummierte hierunter den entsprechenden Sachverhalt und beantwortete die vom Gericht gestellte Frage.
Seite 2
Entgegen der Sichtweise des Beklagten ist das Gutachten verwertbar. Der Beklagte behauptet einen krankhaften Zustand, den der Gutachter zunächst als gegeben hingenommen hat und überhaupt in Zweifel zog, denn der Beklagte behauptet, dass er aufgrund seiner insoweit beschriebenen Krankheiten
- Ich weiß nur von einer (1) Krankheit bei mir. Wieso steht hier der Plural?
salopp gesagt einen stressigen Umzug nicht vertrage; dieser zu erheblichen Verschlimmerungen führen würde. Der Sachverständige hat dabei also den Vortrag des Beklagten zu seinem Gesundheitszustand beachtet. Hierzu gehören u.a. das in der Akte befindliche Gutachten und die insoweit gestellten und vom Beklagten behaupteten
- sic!
Diagnosen.
- Ich weiß nur von einer.
Einer weiteren Untersuchung bedurfte es nicht, würde auch eine entsprechend unzulässige Ausforschung darstellen. Denn schließlich steht allein die Beweisfrage im Raum, ob bei den hier beim Beklagten diagnostizierten Krankheiten
- Warum, zum Teufel, der Plural?
ein Umzug zu deren Verschlechterung führen würde. Dies konnte der Sachverständige nicht bestätigen.
Dem Beweisbeschluss ist auch nicht zu entnehmen, dass der Sachverständige zu einer persönlichen Untersuchung angehalten war. Der Beklagte irrt auch, dass die Beweisfrage unbeantwortet geblieben ist. Sie ist beantwortet worden, jedoch nicht so, wie es sich der Beklagte hätte gewünscht.
Auch sind keinerlei Anzeichen erkennbar, die auf eine
- Hier fehlt ein „r“, denn es handelt sich hier um den Dativ.
Voreingenommenheit beruhen. Tragfähige Gründe werden hierfür nicht genannt. Zudem war es der Beklagte selbst, der Gutachten zur Akte gereicht hat. Selbstverständlich hat sich der Sachverständige mit der kompletten Gerichtsakte auseinander zu setzen.
Im Ergebnis ist festzuhalten, dass das Gutachten verwertbar ist und keinerlei Anlass besteht, noch einen anderweitigen Gutachter zu beauftragen. Dem wird kategorisch entgegen getreten. Die vom Beklagten behauptete Gesundheitsgefährdung bestehen
- sic!
schlicht und ergreifend nicht und der Beklagte hält dem Kläger die Wohnung seit Jahren unberechtigter Weise
- sic!
vor.
Seite 3
3.
Davon losgelöst spricht das übrige Verhalten des Beklagten gegen die von ihm selbst aufgestellte Theorie, dass Stress zu einer Verschlimmerung der Krankheit führt. Der Beklagte muss zu seiner Wohnung 73 Treppenstufen überwinden. Hierzu bedient er sich einer Treppenraufe. In der hier streitgegenständlichen Wohnung befinden sich zwei Treppenstufen. Die Tür zur Toilette weißt
- sic!
eine Breite von 71 cm auf, die den Zugang für den Beklagten massiv erschwert. Der Beklagte schildert auf seinem Internetauftritt bereits 16 Unfälle mit seiner Treppenraupe.
- Unfälle gab es nur zwei.
Er verlässt die Wohnung mehrfach am Tag. Er ist nicht bettlägerig.
- Ach.
Ein Mensch, der diese Strapazen trotz seiner Krankheit auf sich nimmt, begibt sich also demzufolge ununterbrochen in eine stressige Situation. Denn schließlich lebt der Beklagte doch nach seinem eigenen Vortrag in ständiger Angst vor weiteren Unfällen mit seiner Treppenraupe.
- Wo soll ich das vorgebracht haben?
Der Beklagte führt zudem unzählige Prozesse, gerichtliche Verfahren und Auseinandersetzungen, u.a. zu folgenden Aktenzeichen:
- Az.: S 20 SO 152/16 ER
- Es ging um den Antrag, mein persönliches Budget von 8.066,76 € auf 11.658‚96 € zu erhöhen. Das war notwendig, weil ich mit dem alten Budget außer dem Mindestlohn (!) für meine Assistenzen nicht die verpflichtenden Sozialbeiträge bezahlen konnte. siehe http://cvo6wiki.de/Wiki/index.php/Az.:_S_20_SO_152/16_ER
- Az.: 8 Ca 1233/16
- Das Arbeitsgericht urteilte, daß der von mir gezahlte Nachtzuschlag von einem (1) Prozent nicht angemessen sei. Ich muß 20% Nachtzuschlag zahlen. Geklagt hatte eine Angestellte von mir. Siehe: http://cvo6wiki.de/Wiki/index.php/8_Ca_1233/16
- Az.: S 20 SO 132/16
- …
- Hier sind meine Aufzeichnungen mangelhaft.
- Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz, lief vom 20.10.14 bis 28.11.14
- Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz, lief vom 10.09.14 bis 16.09.14
- Klage auf Aufhebung der Bescheide und des Widerspruchsbescheides und auf Gewährung eines PB
- 'Weiterer Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung, lief vom 08.07.13 bis 05.11.13]
- Antrag auf Einstweilige Verfügung auf Gewährung eines Persönlichen Budget, lief vom 18.03.13-21.10.13
Seite 4
Jedwede Gerichtsverhandlungen, Auseinandersetzungen und Streitigkeiten sind massiv mit Stress verbunden.
- Woher weiß er, wie das bei MIR ist?
Gleichwohl lässt sich eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht verzeichnen.
- Mein Zustand HAT sich in den letzten 10 Jahren verschlechtert!
Gleichwohl nimmt der Beklagte diesen gesamten Stress in Kauf, spricht sein Verhalten also gegen den Umstand, dass Stress zu einer Verschlechterung seines Krankheitsbildes führt.
- Schon mal was vom Ertrinkenden und dem Strohhalm gehört?
Des weiteren musste der Kläger erfahren, dass die Mutter des Beklagten verstorben ist. In Anlehnung an die in der mündlichen Verhandlung geführten Vergleichsgespräche rufen wir in Erinnerung, dass der Beklagte signalisierte, im Falle des Ablebens in die insoweit frei werdende Wohnung zu ziehe. Entsprechendes ist dem Beklagten nun möglich, sodass ein Wort klägerseits angeregt wird, sich dahingehend zu verständigen. Denn nunmehr sind für den Beklagten greifbare Alternativen vorhanden, wohnen zumindest auch offensichtlich Familienmitglieder von ihm dort, die ihn wertvoll unterstützen können.
- Meine Ex-Partnerin bedankt sich, ebenso mein siebenjähriger Sohn, angesichts der Aussicht auf die "wertvolle Unterstützung". Sie haben seit Anfang 2024 mit meiner Mutter in häuslicher Gemeinschaft gewohnt, und daher sind alleine sie zum Einstieg in den Mietvertrag berechtigt.
Nach alle dem ist nunmehr antragsgemäß zu entscheiden.
M.
Rechtsanwalt